CBD in Deutschland – legal oder illegal?

Beinahe jeder hat in seiner Kindheit gelernt, dass Marihuana – oder „Gras“, wie wir heute so schön sagen – illegal und in unserer Gesellschaft nicht geduldet ist. Doch schleichend ist in den letzten Jahren ein Stoff auf den Markt gekommen, der in seiner Zusammensetzung dem eigentlichen Wirkstoff von Cannabis, THC, sehr ähnlich, ja, beinahe, identisch ist: CBD. CBD ist genauer gesagt Cannabidiol und derzeit stark im Kommen. Egal, ob junge ‚Stoner‘, Geschäftsmänner oder alte Frauen, die Gesellschaft reißt sich derzeit um diesen Stoff. Aber wie sieht es eigentlich mit der Rechtslage aus? Dürfen wir CBD heutzutage ganz bedenkenlos konsumieren? Wir haben uns schlau gemacht.

Cannabidiol – der legale, nicht-psychoaktive Stoff

Wir wollen zuerst einmal jedem, der bei der folgenden Ankündigung aus dem Stuhl kippen wird, etwas den Wind aus den Segeln nehmen. Denn: Ja, CBD ist grundsätzlich völlig legal und kann dementsprechend auch ab einem Alter von 18 Jahren frei erworben werden. Egal, in welcher Anwendungsform man sich heute auf Cannabidiol stürzen möchte, man hat mit keinerlei Konsequenzen zu rechnen. Sei es als Arzneimittel, Nahrungsmittel oder Kosmetikprodukt. Gekauft werden kann der Stoff sogar in der Apotheke, ein entsprechendes Rezept vom Hausarzt kann allerdings nicht schaden.

Alle Freunde der berauschenden Kräuter werden jedoch einsehen müssen, dass CBD nicht-psychoaktiv ist, und daher auch kein „High“ hervorruft. Grund dafür ist, dass das CBD nicht wie das THC auf das zentrale Nervensystem Einfluss nimmt und somit weder Wahrnehmung noch Auffassungsgabe beeinflusst. Vielmehr wirkt es beruhigend und entzündungshemmend. Derzeit wird es hauptsächlich verwendet, um eine Wirkung gegen Schmerzen, Ängste, Übelkeit, Depressionen oder Schlafstörungen zu erzielen. Behauptungen gehen sogar so weit, dass CBD positive Resultate im Kampf gegen Krebs liefert. Ärzten beziehungsweise Apothekern ist offiziell jedoch untersagt, dem Patienten derartige Versprechungen zu machen, da diese Heilversprechen nicht von offizieller Seite bestätigt sind.

CBD-Produkte mit THC-Gehalt

Nun gehen wir in eine Grauzone beziehungsweise sogar die illegale Zone über. Denn viele wittern nun natürlich den perfekten Botenstoff, um ihn mit dem rauscherregenden THC zu vermischen. Hierbei gilt, dass der THC-Gehalt unter 0,2% liegen muss, um das CBD noch legal geltend zu machen. Derartige Verhältnisse sind beispielsweise in Kosmetikprodukten wie Ölen zu finden, in denen Cannabidiol zu finden ist, und die somit auch nicht der Rezeptpflicht unterliegen.

Wer nun von der Polizei kontrolliert wird und lediglich reines CBD mit sich trägt, braucht sich vor keinerlei Konsequenzen zu fürchten. Man sollte jedoch bedenken, dass es der Polizei gestattet ist, das Produkt vorübergehend zu beschlagnahmen, um herauszufinden, ob es sich dabei auch wirklich um reines CBD handelt. Wird ein THC-Gehalt von 0,2% überschritten, so ist mit rechtlichen Schritten zu rechnen.

Darf ich CBD selbst anbauen?

Ja. Der Anbau von CBD ist in Deutschland allerdings strikt geregelt und unterliegt der Voraussetzung, dass man das Cannabidiol aus Nutzhanf gewinnt, der ohnehin mit sehr geringem THC-Anteil ausgestattet ist. Nutzhanf wurde bisweilen hauptsächlich dafür verwendet, um Stoffe, Seile oder auch sogar Tierfutter herzustellen und erlebt daher gerade jetzt seine große Renaissance. Als Unternehmer sollte man sich allerdings unbedingt eine Genehmigung zum Anbau von Nutzhanf einholen, um etwaige Schwierigkeiten bereits im Vornhinein ausschließen zu können.

Zusammenfassung

CBD entspringt zwar der Cannabis-Pflanze, hat jedoch keinerlei Wirkung auf unsere Auffassungsgabe beziehungsweise Wahrnehmung und wird daher als nicht-psychoaktiver Stoff eingestuft. Daher ist es auch in Deutschland komplett legal zu erwerben und kann auch selbst angebaut werden. Insgesamt sollte der Konsument jedoch darauf vertrauen, dass es sich auch wirklich „nur“ um reines CBD handelt, in dem kein übermäßiger THC-Gehalt festgestellt werden kann, um rechtliche Konsequenzen ausschließen zu können.

Thomas Wellenbach hat sich seit mittlerweile fast 5 Jahren komplett dem Markt des Dampfens verschrieben. Was mit einem kurzen Selbstversuch und einer Wette begann, resultierte in der größten Leidenschaft seines verhältnismäßig noch jungen Lebens. Der 28-Jährige betreibt heute ein Vergleichsportal für E-Zigaretten und hat ein Team aus internationalen Insidern auf diesem Gebiet um sich geschart.