Sozialarbeiter verbietet Pärchen wegen E-Zigaretten ein Kind zu adoptieren

Es herrscht regelrechte Knappheit an Pflegeeltern auf der ganzen Welt und es gibt immer weniger Menschen, die gewillt sind, ein Kind zu adoptieren und zu neuen Pflegeeltern zu werden. In England gibt es mehr als 69.000 Kinder, wobei viele davon schon seit Ewigkeiten darauf warten, eine geeignete Pflegefamilie zu finden. Deshalb ist es noch interessanter wenn man von Sozialarbeitern hört, die es noch schwieriger machen, Kinder und Pflegeeltern zusammenzubringen, da sie ihnen noch mehr Steine in den Weg legen. Vor ein paar Wochen kursierte eine Story über Bryan und Abigail, die ein Kind adoptieren wollten, was ein Sozialarbeiter allerdings ablehnte, da Bryan elektronische Zigaretten konsumiert.

Das Paar hatte bereits tausende von Dollar ausgegeben für den Versuch, dass Abigail schwanger wird und es wurden eine Vielzahl an Ärzten konsultiert, wobei alle Versuche fehlgeschlagen sind. Im Dezember 2013 wendeten sie sich an die Behörden in der Hoffnung, eine Adoption zu erreichen. Sie durchliefen eine Menge Screenings und mussten zahlreiche persönliche Interviews führen, ihr finanzieller Hintergrund wurde stets durchleuchtet und auch die gesundheitlichen Hintergründe erfasst. Alles verlief wie am Schnürchen, bis ein Sozialarbeiter Bryan dabei sah, wie er eine elektronische Zigarette dampfte und daraufhin wurde der gesamte Aufnahmevorgang stillgelegt. Das Paar sagte, dass man sie mehr oder weniger aus dem Adoptionsprogramm herausgeworfen hat und man ihnen sagte, dass sie sich nicht erneut bewerben können, bis Bryan mindestens 12 Monate lang frei von E-Zigaretten sei.

Es scheint verrückt zu sein, dass solch eine stupide Angelegenheit dafür sorgen kann, dass Tausenden von Kindern eine potentielle neue Familie verweigert wird, allerdings ist es nicht das erste Mal, dass durch E-Zigaretten Probleme verursacht werden. Es gibt in England sogar 13 Konzile die elektronische Zigaretten als Grund heranziehen, Adoptionen zu verbieten. Man kann es kaum glauben, dass solche Entscheidungen gefällt werden, wenn man bedenkt, dass diese ohne jegliche wissenschaftliche Grundlage gefällt wurden und absolut nicht bewiesen wurde, dass elektronische Zigaretten Schäden verursachen. Public Health England sagte, dass die gesundheitlichen Risiken, die von E-Zigaretten ausgehen, wahrscheinlich extrem gering sind.

Für Bryan und Abigail war eine E-Zigarette allerdings zu viel und sie sorgte dafür, dass ihr lange ersehnter Traum verwehrt wurde. Dabei war Bryan nicht einmal starker Raucher und es wurde ihm auch niemals gesagt, dass Rauchen ein Grund dafür sein könnte, dass einem eine Adoption verwehrt würde. Dabei hat es Bryan durch den Umstieg auf elektronische Zigaretten endlich geschafft, sich von Tabakprodukten zu lösen und seine Nikotinsucht zu befriedigen. Erst als es in die letzte Runde beim Adoptionsprozess ging, musste der Sozialarbeiter dafür sorgen, dass beiden ein lange ersehnter Traum verwehrt wurde und ein Kind erneut darauf hoffen muss, vielleicht eines Tages neue Eltern zu bekommen.

Abigail war schockiert. Man fühlt sich nach einer solchen Entscheidung verurteilt und wertlos, fast so, als sei man ein Mensch zweiter Klasse, wenn man elektronische Zigaretten konsumiert. Dabei scheinen sie die perfekten Pflegeeltern zu sein. „Wir sind nicht anders, als viele gewöhnlichen Familien.“

Denkt Ihr, dass der Sozialarbeiter wirklich das Recht hatte, potentiellen Eltern aufgrund elektronischer Zigaretten das Recht auf Adoption zu verwehren? Oder ging es bei diesem Fall zu Weit?

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